Frigate Bag Challenge 2025 – mein persönliches Lederprojekt mit Herz
Als ich von der Frigate Bag Challenge 2025 von DS Leather Goods erfuhr, war mir sofort klar: Das ist genau die Art von Herausforderung, die mich reizt. Es ging nicht einfach nur darum, eine Tasche nach einem bestimmten Schnittmuster zu fertigen – sondern darum, daraus etwas Eigenes zu machen. Etwas, das die eigene Handschrift trägt. Und genau das ist es, was ich an Wettbewerben liebe: Die Grenzen sind gesetzt – und genau dort beginnt die Kreativität.

Die selbstgestellte Zusatz-Challenge: Nur Leder, das ich schon habe
Ich wollte mir den Wettbewerb nicht einfach nur zur Aufgabe machen – sondern habe beschlossen, ausschließlich mit Materialien zu arbeiten, die ich bereits besitze. Kein Neukauf, kein Plan B. Und wie das bei echten Projekten oft so ist: Was sich nach einer klaren Idee anhört, bringt ganz eigene Hürden mit sich.
Das rote Leder, das ich schließlich ausgewählt habe, war wunderschön, aber nicht ganz unkompliziert. Es war dick, widerspenstig und an manchen Stellen etwas zickig in der Verarbeitung. Doch genau dadurch kam mir die zündende Idee: Wenn ich mit dem arbeite, was da ist, dann erzähle ich damit auch meine eigene Geschichte. Und so wurde aus einem Stück rotem Leder der Ausgangspunkt für ein durchdachtes, liebevoll gestaltetes Unikat – inspiriert von einem meiner Herzensfandoms, das mich seit meiner Kindheit begleitet.

Design trifft Funktion – mein Ansatz für die Tasche
Die Tasche selbst sollte nicht nur optisch ein Hingucker sein, sondern auch im Alltag bestehen können. Ich trage meine Taschen nicht nur auf Messen oder zu besonderen Anlässen – sie begleiten mich täglich, müssen praktisch, robust und durchdacht sein.
Daher habe ich das klassische Frigate-Bag-Schnittmuster funktional ergänzt:
- eine große Innentasche mit viel Stauraum,
- eine zusätzliche, flach anliegende Tasche auf der Rückseite – perfekt für Dinge, die schnell griffbereit sein müssen,
- zwei kleinere Fronttaschen, die ich individuell gestaltet habe:
- die eine zitiert grafisch die Arenaorden der ersten Generation,
- die andere ist wie ein Pokédex designt, mit Knöpfen und Sichtfenster.
Jede dieser Taschen ist nicht nur funktional, sondern erzählt für sich eine kleine Geschichte. Genau das macht für mich gutes Design aus – wenn Funktion und Emotion zusammenfinden.

Charms, Farben, Quasten – Detailverliebtheit in Leder
Für die Außengestaltung habe ich mit selbstgemachten Leder-Charm-Anhängern gearbeitet. Ein kleiner Pokéball-Charm mit Quasten in den typischen Farben ergänzt die Tasche genauso wie ein Charm mit drei ikonischen kleinen Figuren – inspiriert von einer legendären Starter-Wahl, mit der für viele alles begann.
Die Farbwahl zieht sich konsequent durch das gesamte Design: Rot, Schwarz, Weiß – kraftvoll, kontrastreich und zeitlos. Dabei habe ich bewusst auf eine plakative Umsetzung verzichtet. Die Tasche ist nicht als Merchandise erkennbar – sondern eine liebevolle Hommage, für die, die hinschauen.

Natürlich mit Lily – mein Hund als Teil des Projekts
Weil zu meinem Alltag auch meine Hündin Lily gehört – ein quirliger kleiner Sheltie mit viel Charme – wollte ich das Projekt nicht bei der Tasche enden lassen. Ich habe ein passendes Halsband aus Leder gestaltet, handbemalt mit vielen kleinen Motiven, die thematisch zur Tasche passen – meine ganz persönlichen Favoriten aus der ersten Generation.
Dazu kam ein Leckerlibeutel, genäht aus rotem und weißen Material, in der Form eines kleinen Balles – als Set zur Tasche gedacht, aber auch eigenständig nutzbar. Auf einem der Fotos trägt Lily den Beutel sogar im Maul und bringt ihn mir – ein Moment, der für mich sinnbildlich für unsere Verbindung steht.
Geplant war außerdem ein Kotbeutelspender im selben Stil – aber wie das manchmal so ist, hat der sich vor dem Shooting versteckt. Vielleicht taucht er irgendwann wieder auf.
Was ich aus diesem Projekt mitgenommen habe
Dieses Projekt war für mich mehr als ein Wettbewerbsbeitrag. Es war ein persönlicher Prozess – ein bisschen wie eine kleine Reise. Ich habe mit dem gearbeitet, was da war. Ich habe improvisiert, neu gedacht, umgeplant. Und am Ende entstand etwas, das nicht nur gut funktioniert, sondern mich repräsentiert: In Material, in Design, in Funktion – und in Herzblut.
Ich habe in diesem Projekt meine Liebe zum Handwerk mit meiner Freude an kleinen Details, meiner Nostalgie und meinem Alltag als Hundemensch verbunden. Genau das ist es, was meine Marke Lilyversell auch ausmacht: Individualität, Emotion und echte Handarbeit.
Danke an die Community
Ein ganz besonderes Dankeschön geht an @saskia_buschbaum von @schwarzwaldleinen und an die #schwarzwaldleinencraftersgroup – für euren kreativen Input, eure Motivation und die Unterstützung während dieses Projekts. Es hat so viel Spaß gemacht, sich auszutauschen, Ideen zu teilen und gemeinsam in den kreativen Flow zu kommen. Ohne euch wäre das Projekt nicht dasselbe geworden.







